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Müllsammelaktion im Pillmoos war ein voller Erfolg

Autoreifen, ein Staubsauger, jede Menge Plastikmüll und Verpackungen, ja sogar ein BH – das war die Ausbeute bei einer Müllsammelaktion am Samstagvormittag an der Donaumündung des Allachbachs. Insgesamt mehr als 30 Säcke und damit ungefähr eineinhalb große Autoanhänger voller Müll hatten 13 freiwillige Helfer in nur knapp drei Stunden am Allachbach und im Landschaftsschutzgebiet Pillmoos gesammelt.

Zu der Aktion hatten das KoNaRo – Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe mit den drei Säulen Wissenschaftszentrum Straubing, Technologie- und Förderzentrum und C.A.R.M.E.N. e.V., der Bund Naturschutz Straubing und Greenpeace Straubing afgerufen. Der ZAW-SR kümmerte sich um die fachgerechte Entsorgung des gesammelten Mülls.

Nicht nur die enorme Menge an gefundenem Abfall überraschte die Organisatoren Andreas Molz vom Bund Naturschutz und Sabine Gmeinwieser vom KoNaRo, sondern auch so manch skurriler Einzelfund. „An der Uferstraße haben wir im und am Allachbach eine Regenhose, eine Winterjacke, einen Stützstrumpf und Hausschuhe gefunden. Also alles Kleidungsstücke, die man üblicherweise nicht unbemerkt ‚verliert‘", wundert sich Molz über das Verhalten mancher Mitmenschen.

Gmeinwieser ergänzt: „Und unterhalb des Krankenhausparkplatzes hat jemand einen großen Plastiksack mit verschiedensten Medikamenten, Tabletten, Salben, aber auch Spritzen entsorgt. Leider scheinen sich viele Menschen nicht bewusst zu sein, welchen Schaden sie mit diesem Verhalten anrichten können."

Denn Müll in der Landschaft sieht nicht nur unschön aus, er ist auch eine Gefahr für Umwelt, Mensch und Tier. An Glasscherben beispielsweise können sich an der Donau spielende Kinder verletzen oder Hunde ihre Pfoten aufschneiden und Plastikverpackungen sind schon für so manches Wildtier zur tödlichen Falle geworden. „Die Tiere verheddern sich in Tüten oder Plastikschnüren und ersticken qualvoll oder sie verwechseln die Kunststoffe mit Nahrung und schneiden sich daran den Magen auf", weiß Heike Oehler von Greenpeace. „Über die Donau gerät der Müll außerdem ins Meer, wo er beispielsweise Walen, Robben oder Meeresschildkröten gefährlich wird."

Die Müllsammler, die ihren Samstagvormittag für die gute Sache investiert haben, würden sich jedenfalls wünschen, dass jeder, der sich in der Natur aufhält, zumindest den eigenen Abfall wieder mit nach Hause nimmt. Damit auch alle, die nach ihm kommen, noch ein Stückchen saubere, unberührte Natur genießen können!