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Was haben das Holzbeil von Ötzi und ein Kiefernzapfen gemeinsam? Eine Antwort darauf gibt Prof. Dr. Cordt Zollfrank vom Fachgebiet Biogene Polymere am Montag, den 15. Februar 2016, am KoNaRo – Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe. In seinem Vortrag „Die Natur zum Vorbild: Bioinspirierte Funktionswerkstoffe“ erläutert Zollfrank um 18.00 Uhr, welch beindruckende Lösungen uns die Natur vorgibt und wie wir diese als Inspiration für neue und innovative Materialien nutzen können.

 

Dieses große Potenzial kannten auch schon unsere Vorfahren und so manche technische Anwendung von früher lebt heute neu auf. Beispielsweise wurde beim Ötzi, der berühmten Gletschermumie, ein Holzbeil gefunden, das mit Klebstoffen aus Birkenpech verklebt war. Angeregt von dieser Erkenntnis befasste sich Zollfrank näher mit dem außergewöhnlichen Naturstoff und entdeckte so einen stabilen Kleber, mit dem auch industrielle Anwendungen denkbar wären.

Als Professor am Wissenschaftszentrum Straubing sucht Zollfrank gezielt nach diesen Innovationen, von denen die Natur so viele zu bieten hat. Wie eben den Kiefernzapfen, der sich öffnen oder schließen kann – ganz ohne dafür Energie zu benötigen, einfach in Abhängigkeit vom Wetter. Bei Trockenheit öffnen sich die Zapfenschuppen und geben die Samen frei, bei Feuchtigkeit bleiben sie geschlossen. Wie das genau funktioniert, auch darauf geht Zollfrank am Montagabend ein und zeigt, wie wir dieses Wissen für verschiedenste Funktionswerkstoffe nutzen können.

Der Vortrag ist eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen KoNaRo-Vortragsreihe und findet im Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) des KoNaRo in der Schulgasse 18 in Straubing statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.