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Anschauliche Informationen zu Nachwachsenden Rohstoffen

Wie werden Pellets gemacht? Was passiert in einer Ölmühle? Woraus bestehen biologisch abbaubare Kunststoffe? Und was ist eigentlich Miscanthus? Das sind nur einige der Fragen auf die es in der Ausstellung „Nachwachsende Rohstoffe – von der Pflanze zur Nutzung“ eine Antwort gibt. Nach einer umfangreichen Überarbeitung ist die Ausstellung des KoNaRo – Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe nun wieder für die Bevölkerung geöffnet. Immer am ersten Dienstag im Monat findet hier um 13:30 Uhr eine Führung statt, in der neben allgemeinen Informationen zum Thema auch verschiedene Pflanzen, Technologien und Produkte vorgestellt werden.

 

Konzipiert wurde die Ausstellung bereits 2003 von Mitarbeitern des KoNaRo. Seiter kamen jährlich etwa 2.000 bis 4.000 Besucher aus aller Welt hierher, um sich über Nachwachsende Rohstoffe zu informieren. Darunter Besuchergruppen aus Nord- und Südkorea, Australien, Sibirien oder Madagaskar. Der größte Teil der Gäste kommt aber natürlich aus dem deutschsprachigen Raum. Egal ob Lehrer, Schüler, Studenten, Landwirte, Wissenschaftler, Politiker oder Senioren, in der Ausstellung „Nachwachsende Rohstoffe – von der Pflanze zur Nutzung“ gibt es für jeden noch etwas Neues zu entdecken.

In den vergangenen Monaten wurde die Ausstellung nun, dank einer großzügigen Spende des Hochschulstadt Straubing e.V., vollständig überarbeitet und aktualisiert, neue Exponate wurden angeschafft, Modelle erstellt und alle Texte neu verfasst. Passend zu den Inhalten der Ausstellung wurden auch die Texte selbst auf biobasierte Kunststoffplatten aus PLA gedruckt. Die neuen Tafeln sind biologisch abbaubar und haben einen geringeren ökologischen Fußabdruck als herkömmliche Kunststoffplatten auf Erdölbasis.

Ebenfalls biobasiert sind die Materialien, die für ein Kunstwerk im Eingangsbereich der Ausstellung genutzt wurden. Hierfür haben sich 14 Gestaltungsschüler der 11. Klasse der FOS/BOS Straubing unter Anleitung von Projektbetreuer Max Messemer etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eine Installation, die sich verändert, je nachdem von wo aus man sie betrachtet. Dieser optische Trick nennt sich Anamorphose. Von der richtigen Stelle aus, sieht der Betrachter einen Baum, der von einer riesigen Sonne angestrahlt wird. Tritt man nur einen Schritt zur Seite, dann löst sich das Bild sofort auf. Die Schüler möchten mit diesem Konzept zum Nachdenken anregen und aufzeigen, wie wichtig die Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen für die Zukunft sind.

Auch thematisch hat eine Arbeitsgruppe am KoNaRo die Inhalte der Ausstellung im Rahmen des Umbaus angepasst. Selbstverständlich liegt der Schwerpunkt auch weiterhin auf den Nachwachsenden Rohstoffen, allerdings werden auch andere Erneuerbare Energien kurz vorgestellt. Es werden allgemeine Informationen sowohl zum Klimaschutz, als auch zum Energie- und Rohstoffwandel angeboten und die Themen Biogas, Biokraftstoffe und Heizen mit Biomasse werden anschaulich und mit vielen Exponaten präsentiert. Bei den Energie- und Rohstoffpflanzen steht die Vielfalt im Vordergrund, die hier künftig auf unseren Feldern einziehen könnte. In einem kleinen Exkurs wird auf die Potentiale von Nachwachsenden Rohstoffen in Entwicklungsländern eingegangen und in der stofflichen Nutzung kann eine Vielzahl an innovativen Produkten besichtigt werden. Schließlich gibt es auch Informationen zu den Herstellungsverfahren in der chemisch-industriellen Nutzung. Damit bietet „Nachwachsende Rohstoffe – von der Pflanze zur Nutzung“ allen Interessierten einen umfassenden Überblick über das vielfältige Thema und die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten.

Die Ausstellung befindet sich im Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) des KoNaRo in der Schulgasse 18 in Straubing und ist immer am ersten Dienstag im Monat um 13:30 Uhr geöffnet. Die einstündige Führung ist kostenlos, eine Anmeldung nur für Gruppen von mehr als 10 Personen erforderlich. 2016 finden Führungen an den folgenden Terminen statt: 02. August, 06. September, 04. Oktober, 08. November und 06. Dezember.