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Grundsatzbeschluss des Kreistages und des Stadtrates zur Dachmarke „Straubing – Region der Nachwachsenden Rohstoffe“

„Der Landkreis Straubing-Bogen und die Stadt Straubing identifizieren sich gemeinsam als ‚Straubing – Region der Nachwachsenden Rohstoffe‘“ – so lautet der erste Satz des Grundsatzbeschlusses, den Kreistag und Stadtrat Ende 2016 jeweils einstimmig beschlossen haben. Ziel: ein klares Bekenntnis seitens Politik und Verwaltung zu diesem für die Region prägenden Thema, das über die reine Öffentlichkeitsarbeit hinausgeht. Stadt und Landkreis möchten damit den ersten Schritt gehen, um den Gestaltungsspielraum, den Kommunen für aktiven Klima- und Ressourcenschutz haben, auch zu nutzen.

 

Das Herzstück des Beschlusses bildet die Erklärung, dass künftig bei Ausschreibungs- und Vergabeverfahren, beispielsweise bei Bauaufträgen, sowie in der öffentlichen Beschaffung Umwelt- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkte sowie die Nutzung biobasierter Alternativen in den Vordergrund gestellt, und, soweit wirtschaftlich vertretbar, bevorzugt werden. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich Wirtschaftlichkeit nur vordergründig im Investitions-Preis zeigt. Häufig sorgen auf den Lebenszyklus betrachtet Aspekte wie Langlebigkeit, CO2-Einsparung, niedrigere Betriebskosten und Entsorgungsvorteile für drastische Kosten- und Umweltentlastung und rechtfertigen dadurch sowohl ideell als auch finanziell mögliche Mehrkosten in der Anschaffung. Das gilt für Bauten ebenso wie für Fahrzeuge, Elektrogeräte oder Büroausstattung. Durch Workshops und ein Handbuch sollen den zuständigen Stellen daher rechtliche Rahmenbedingungen, Bezugsquellen für nachhaltige und biobasierte Produkte sowie Informationen zu Zertifizierungen und Lebenszyklusanalysen diverser Produktgruppen vermittelt werden, um eine fundierte Basis für nachhaltige Vergabe- und Beschaffungsentscheidungen zu schaffen. Darüber hinaus beinhaltet der Beschluss Erklärungen zur Nutzung der bereits seit 2010 etablierten Dachmarke „Straubing – Region der Nachwachsenden Rohstoffe“ auf Printmedien und Webseiten, der Platzierung des Themas in Reden und spezieller Informationsbereitstellung für interessierte Unternehmen. Angeregt wurde der Beschluss von Vertretern von Stadt und Landkreis, C.A.R.M.E.N. e.V., dem Technologie- und Förderzentrum, dem Wissenschaftszentrum Straubing, dem Netzwerk Forst und Holz und der BioCampus Straubing GmbH. Als loses Netzwerk organisiert haben es sich diese Akteure zum Ziel gesetzt, mit weiteren quantifizierbaren Maßnahmen zur energetischen und stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe in der Region die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser Stoffe und deren Umweltnutzen erfahrbar zu machen und mit diesen guten Beispielen über die Landkreisgrenze hinaus bekannt zu werden.

Den genauen Wortlaut der Beschlüsse können Sie hier nachlesen.