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Hopfen ist den meisten sicherlich aus der Bierherstellung bekannt. Mancher kennt ihn vielleicht auch noch in Form von Beruhigungstees. Aber die Pflanze kann noch viel mehr. Wie Wissenschaftler der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf am Standort Straubing herausgefunden haben, enthält Hopfen eine Substanz, die das Wachstum von Nervenzellen anzuregen scheint. Das könnte zum Beispiel bei Parkinson, Alzheimer oder Demenz helfen.

Aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert Michael Kirchinger vom TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit in der KoNaRo-Vortragsreihe am kommenden Montag, den 15. Januar. Ab 18:00 Uhr erläutert er in seinem Vortrag „Neue Wirkstoffe einer alten Arzneipflanze: Hopfen“, warum die Pflanze fürs Bierbrauen alleine eigentlich viel zu schade ist.

 

Auf sein Bier verzichten muss trotzdem niemand, denn der neu entdeckte Wirkstoff befindet sich in den Resten, die in der Brauerei ohnehin nicht genutzt werden können. In seinem Vortrag geht Kirchinger darauf ein, wie dieser Wirkstoff künftig in der Medizin eingesetzt werden könnte und welche Potenziale er darin sieht. Er zeigt aber auch auf, wieso der Weg von den ersten vielversprechenden Forschungsergebnissen bis hin zu einem fertigen Medikament noch weit ist.

Hopfen wird in der Naturheilkunde schon seit vielen Jahrhunderten erfolgreich eingesetzt. Für die Wirkung in pflanzlichen Schlaf- und Beruhigungsmitteln wurde die Kulturpflanze 2007 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Kirchinger stellt in seinem Vortrag auch diese traditionell überlieferte Wirkung vor und erklärt, wie die Wissenschaftler sich erst in jüngerer Zeit mit den genauen Inhaltsstoffen solcher alten Arzneimittelpflanzen beschäftigen. Wie im Falle des Hopfens werden so häufig auch völlig neue Anwendungsgebiete entdeckt.

Der Vortrag ist eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen KoNaRo-Vortragsreihe und findet im Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) des KoNaRo in der Schulgasse 18 in Straubing statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.