• image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image

Energie ist laut den Vereinten Nationen der Schlüssel zur Bekämpfung von Hunger und Armut in der Welt. Beispielsweise Energie zum Kochen oder um landwirtschaftliche Felder effektiver zu bewirtschaften. Auch in Tansania sind Erzeugung und effizienter Einsatz von Energie wichtige Aspekte wenn es darum geht, die Ernährungssituation der ländlichen Bevölkerung zu verbessern. Prof. Dr. Anja Faße vom TUM Campus Straubing geht am Montag, 12. November, um 18:00 Uhr im KoNaRo – Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe auf Ergebnisse aus einem internationalen Forschungsprojekt ein. In ihrem Vortrag „Derzeitige Forschung in Afrika am TUMCS – Menschen unter der Armutsgrenze am Beispiel von Tansania“ erläutert sie verschiedene Maßnahmen, um bessere Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu schaffen.

Oft sind es vermeintliche Kleinigkeiten, die eine große Wirkung erzielen. Effiziente Kochherde beispielsweise sind relativ einfach gestaltet und können gut durch die Menschen vor Ort produziert werden. Sie ersetzen ineffiziente Methoden, wie die traditionellen offenen Feuerstellen, auf welche heute noch immer etwa drei Milliarden Menschen angewiesen sind. Dabei ist die starke Rauchentwicklung dafür verantwortlich, dass jährlich etwa vier Millionen Menschen sterben – durchschnittlich ein Mensch alle acht Sekunden. Die neuen Herde benötigen weniger Holz und verbrennen sauberer. Außerdem bedeutet die Herstellung zusätzliche Wertschöpfung in der Region.

Doch das ist nur eine von vielen Maßnahmen entlang lokaler Agrarwertschöpfungsketten, um die es bei der Veranstaltung im KoNaRo gehen wird. Faße präsentiert in ihrem Vortrag sowohl angepasste Maschinen, beispielsweise zur Herstellung von Sonnenblumenöl oder zum Entkörnen von Mais, als auch verbesserte Produktionsbedingungen für die ländliche Bevölkerung in Tansania – denn gerade diese ist besonders stark von Armut bedroht. Wenn zusätzlich noch Möglichkeiten gefunden werden, wie sich Abfälle vermeiden oder anderweitig nutzen lassen, dann erhöht das die Wertschöpfung auf dem Land noch weiter. Schließlich erklärt die Professorin für Umweltpolitik und Ressourcenökonomie wieso Schulungen und Wissensvermittlung entscheidend sind, um auch langfristig positive Veränderungen anzuregen.

Der Vortrag ist eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen KoNaRo-Vortragsreihe und findet im Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) des KoNaRo in der Schulgasse 18 in Straubing statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.