Das Wintersemester 2022 unserer KoNaRo-Vortragsreihe ist leider vorbei. In drei Vorträgen zwischen Januar und März ging es diesmal um das Thema Nachhaltigkeit. Unsere Referentinnen und Referenten informierten Sie über unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte an denen am KoNaRo – Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe gearbeitet wird. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die KoNaRo-Vortragsreihe erneut online statt.

Am 17. Januar informierte Alexander Schulze von C.A.R.M.E.N. e.V. über das Bauen mit Holz und warum dieser nachwachsende Baustoff besonders gut fürs Klima ist. Denn Holz ist einer der ältesten Baustoffe der Menschheit und hat gleichzeitig noch eine große Zukunft vor sich. Es hat nicht nur außergewöhnlich gute Baueigenschaften, sondern ist auch unglaublich umwelt- und klimafreundlich. Beispielsweise speichert ein Kubikmeter Holz etwa eine Tonne Kohlenstoff. Beim Bauen mit Holz wird dieser Kohlenstoff langfristig gebunden. Während die meisten anderen Baumaterialien also erst mit hohem Energieaufwand erzeugt werden müssen und dadurch hohe CO2-Emissionen verursachen, wirkt ein Holzhaus als CO2-Speicher und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Heimisches Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern hat zusätzlich kurze Transportwege und sorgt für regionale Wertschöpfung. Auch im Betrieb sind gut gedämmte Holzhäuser besonders energieeffizient und können so zusätzlich Treibhausgasemissionen vermindern. Viele gute Gründe also, die für das Bauen mit Holz sprechen.

Prof. Dr. Magnus Fröhling vom TUM Campus Straubing erläuterte am 07. Februar was Kreislaufwirtschaft genau bedeutet und wo die Vorteile dieses Wirtschaftssystems liegen. Denn zur Erreichung unserer Klima- und Nachhaltigkeitsziele bedarf es Strategien zur Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Der Vortrag erklärte was eine Kreislaufwirtschaft ausmacht und ging der Frage nach, welchen Beitrag ein derartig verändertes Wirtschaftssystem leisten könnte – zu geringerem Ressourcenverbrauch, mehr Klimaschutz, nachhaltigem Wachstum und sozialer Gerechtigkeit für uns und für zukünftige Generationen? Ermöglicht es uns die Kreislaufwirtschaf am Ende sogar nachhaltig und sicher im Einklang mit den Möglichkeiten unserer Erde zu leben ohne die Zukunft folgender Generationen zu gefährden?

Und am 07. März erklärten Christina Renner und Dr.-Ing. Daniela Dressler vom Technologie- und Förderzentrum (TFZ) mit welchen Maßnahmen das TFZ bis spätestens 2030 zur klimaneutralen Behörde werden will. Die Bayerische Staatsregierung hat sich nämlich das Ziel gesetzt, dass der Freistaat bis 2040 klimaneutral werden soll. Und um mit gutem Vorbild voran zu gehen wurde im Bayerischen Klimaschutzgesetz festgelegt, dass die Behörden und Einrichtungen des Freistaats dieses Ziel schon bis 2030 erreichen sollen. Gebäude, Veranstaltungen, Dienstreisen und Beschaffungen werden in den kommenden Jahren also konsequent auf Klimaschutz ausgerichtet. Dabei werden Treibhausgasemissionen soweit möglich reduziert und unvermeidbare Emissionen durch Klimaschutzmaßnahmen kompensiert und ausgeglichen. Aber wie gehen die Behörden nun konkret vor, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen? Der Vortrag erläuterte den Weg zur klimaneutralen Behörde am Beispiel des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) in Straubing. Die Referentinnen gingen auf eingesetzte Methoden und Maßnahmen ein und erklärten, wo besondere Herausforderungen liegen.

Die nächste Vortragsreihe ist im Herbst 2022 wieder mit spannenden Themen für Sie da. Das Programm finden Sie wie immer rechtzeitig hier auf dieser Seite. Wenn Sie über die Termine der Vortragsreihe künftig per E-Mail informiert werden möchten, dann schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Anmeldung für den KoNaRo-Veranstaltungsverteiler“ an info(at)konaro.bayern.de. Sie erhalten das Programm dann sofort nach der Veröffentlichung zugesandt!

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